Schon wieder der zwölfte Tag eines Monats! Auch heute werde ich gemeinsam mit vielen anderen meinen Tag in 12 Fotos „verbloggen“, denn das war schon im Juli spannend, mir mal selbst einen Tag lang über die Schulter zu sehen.

Mein erster Gedanke um 5.47 Uhr: „Verbloggen“ ist ein ulkiges Wort, ist das nun näher an „verarbeiten“ oder „vertrödeln“? Egal! Heute folge ich meiner Freude, nicht meinem inneren Antreiber oder meiner Selbstkritik. Damit ist die Intention für diesen Tag gesetzt.

Draußen ist es neblig und unsere zwei Katzen warten schon auf ihre Futtergeber.

# 1 Katzen warten auf die Fütterung

Ich bin hervorragend gelaunt und hochmotiviert, wozu genau, wird sich noch zeigen. Donnerstagmorgens wache ich oft in dieser Verfassung auf, mittwochs treffe ich mich meist mit Mellie zum Strömen, genau wie gestern. Ein Zusammenhang meiner Laune mit dem Strömen scheint wahrscheinlich, als Wissenschaftlerin bleibe ich bei dieser vorsichtigen Formulierung, die Stichprobe ist zu klein und die Probandin (= ich!) definitiv voreingenommen. Die Wissenschaftlerin hat heute Urlaub und startet den Tag mit einem Tee im Bett, meine zweibeinige Familie schläft noch.

#2 erster Becher Tee sehr früh am Morgen

Meine Tagesplanung mache ich immer mit einem Tee im Bett, einen signifikanten Einfluss auf mein Schlafverhalten konnte ich dabei noch nicht feststellen (da ist schon wieder die Wissenschaftlerin aktiv, aber die hat ja heute Urlaub). Elis nimmt das zum Anlass, eine Einheit „Gekrault-werden“ anzufragen.

#3 Elis hilft bei der Tagesplanung

Bei den Vierbeinern auf dem Berg ist eine wunderbare Morgenstimmung und der Blick übers Land ist heute besonders schön. Nach dem Morgenprogramm (abäppeln, Heunetze und Wasser auffüllen) rolle ich mit dem Fahrrad wieder bergab und bereite mich innerlich auf den ersten Termin des Tages vor. Heute bekomme ich Unterstützung bei einem Thema, das mir schon lange auf der Seele liegt: Die Füße!

#4 Blick ins Tal mit Morgennebel

Meine Füße und die Hufe meiner Stute Fina schmerzen immer wieder heftig und das schon länger: Entzündungen, Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit. Ich kann die Versuche nicht mehr zählen, mit ganz unterschiedlichen Methoden diese Zustände zu ändern, aber bisher war keine Verbesserung von Dauer, weder bei mir noch bei meinem Pferd.

Es wird Zeit dafür, mir das Thema mit professioneller Hilfe anzusehen. Dafür habe ich heute einen Termin für eine systemische Aufstellung und ich bin total gespannt, was sie mir für Erkenntnisse bringen wird. Die Arbeit an den eigenen wunden Punkten hat für mich hohe Priorität, wie soll ich sonst anderen Menschen auf ihrem Weg helfen, wenn ich mich auf meinem Weg nicht weiterbewege…?

Das war intensiv – und sehr gut! Nach dem Termin gehe ich eine Runde in der Sonne spazieren und kaufe auf dem Rückweg Weintrauben, Käse, Brötchen und die gute Bitterschokolade von Rewe, die ich tafelweise verspeisen könnte.

#5 Meine liebste Bitterschokolade

Ich schaffe es noch, etwas zu essen, bevor es mich mit Macht zu einem Mittagschlaf zieht. Energetische Arbeit an solch tiefen Themen will verdaut werden und das geht bei mir am besten mit strömen und schlafen. Maily hat mein Bett schon vorgewärmt und muss von mir mit viel Feingefühl dazu bewegt werden, mir ein wenig Platz zu machen…

#6 Maily im Mittagsschlaf

Meine Tochter und zwei Freundinnen fallen vergleichsweise leise über die Köstlichkeiten her und räumen hinterher sogar wieder auf – heureka! Ich widme die nächste halbe Stunden dringenden Haushaltsangelegenheiten und freue mich währenddessen auf die Zeit, die ich gleich mit meinen Pferden verbringen werde. Auf dem Weg sammele ich eine Schnirkelschnecke ein, die mitten auf der Straße eine Pause macht.

#7 Asphalt ist kein guter Aufenthaltsort für Schnecken im Sommer

Bei den Pferden ist es schwül und voller Fliegen, daher flüchte ich nach kurzer Zeit wieder zurück nach Hause. Statt Videos-drehen für meinen Onlinekurs bastele ich dann lieber an der neuen „über-mich-Seite“. Schon zum zweiten Mal begegnet mir nachmittags ein Reh – okay, das Foto war ein bisschen zu schnell geschossen, aber sonst wäre da nur der Weg drauf gewesen…

#8 Reh, sehr klein in der Mitte mit Fingern der Fotografin

Am Schreibtisch lässt es sich aushalten und die „Über-mich“-Seite braucht definitiv eine Überarbeitung. Da ich ja gerade bei #theblogbang dabei bin, nehme ich die dort empfohlene Vorlage für die Überarbeitung.

#9 Die alte „über-mich“-Seite

Ich schätze, es fällt nicht nur mir schwer, aus dem vielen, das ich über meine Person schreiben könnte, eine sinnvolle Auswahl zu treffen… Einen Vorteil habe ich: meine Bilder gefallen mir – und ich habe reichlich Auswahl, denn Anna-Lena Heck hat von mir und den Pferden vor einem Jahr über 100 superschöne Bilder gemacht. Während ich tippe, höre ich verdächtige Geräusche von unten – und dann kommt meine Tochter ins Zimmer gestürmt und verkündet, dass sie mit ihren Freundinnen in der Küche gewirbelt hat. Sogar den Kühlschrank haben sie entrümpelt! Ich bin hin und weg und revanchiere mich mit einer Runde Käsepfannkuchen für die drei Mädels. Sommerferien sind einfach großartig!

Auch meine Pferde wollen ihr Abendessen und so radele ich zum dritten Mal den Berg hinauf. Die Fliegenmassen haben sich verzogen und Schwärmen von Kriebelmücken Platz gemacht… Ich beschließe, dass meine Pferde ihre Fliegenmasken über Nacht anbehalten.

#10 Birtingur meditiert beim Fressen

So spät noch an den Schreibtisch? Ja, heute will ich die neue „über-mich“-Seite noch online stellen. Ein letzter Blick ins Abendrot und dann zurück nach Hause radeln.

#11 Abendrot über dem Wald

Kurz vor 23 Uhr bin ich „fertig“ – getreu dem Motto #betterdonethanperfect. Morgen ist auch noch ein Tag!

#12 ein letzter Kontrollblick auf die mobile Ansicht – passt!

Gute Nacht!

12 von 12 im Oktober 2021

12 von 12 im Oktober 2021

Schon wieder der Zwölfte eines Monats! Also gut, ich werde auch heute bei der Bloggertradition mitmachen und meinen Tag in zwölf Bildern dokumentieren - hier ist er: Schulferien sind einfach wunderbar! Ohne Wecker schlage ich um 6.37 Uhr die Augen auf und weiß: Meine...